Donnerstag, 23. Februar 2012

You're not cool, you're pitiful

Wenn Torheit täte weh,
o welch erbärmlich Schrei´n würd’ in der ganzen Welt in allen Häusern sein!
von Friedrich von Logau
 
Quelle
 
Habe Mut, deinen Verstand zu benutzen - sapere aude!

Ich bin 19 Jahre alt, demnach noch eine Teenagerin bzw. eine Jugendliche, doch ich habe das Gefühl zwischen mir und den 'modernen Jugendlichen' liegen Welten, auch wenn es kaum zwei bis drei Jahre sind. 
Als uns langweilig war haben wir uns mit Freunden getroffen und sind ins Kino oder saßen Zuhause und haben geredet oder gezockt, und als wir langsam länger weg durften gingen wir in kleine Discos.
Und was macht die Jugend von heute, wenn sie in keine Disco darf oder keine offen ist? Sie ziehen mit ihren Freunden um die Häuser und randalieren, denn man weiß nichts mehr mit seiner Freizeit anzustellen. Mutwillig das Eigentum anderer zu zerstören gehört zu den neuen Trends der Jugendlichen, im Müll zu wühle ist cool und wenn man dann erwischt wird rennt man weg wie ein kleines ängstliches Kind, das zu seiner Mama will! 
Wir haben sowas vor wenigen Tagen erlebt, und die drei Jugendlichen auch verfolgt. Es war peinlich, wie sie vor uns und den Hunden davon gerannt sind. Erst die großen Macker spielen, Chaos auf dem Grundstück veranstalten, in den Müllcontainern wühlen, mit Dingen versuchen die Fenster einzuwerfen und sich dann verstecken, als wir sie entdeckt und verfolgt haben.
Nun der Aufruf an alle, die, salopp ausgedrückt, den gleichen Scheiß bauen:
 
Nein, ihr seid nicht cool! Ihr seid peinlich! Ihr seid kleine, dumme Arschlöcher, die nicht wissen, was sie sinnvolles in ihrer Freizeit machen können! Ihr habt nichts im Hirn und werdet wohl auch nie etwas im Leben erreichen! Ihr rennt um Mitternacht lieber auf fremden Grundstücken rum, wühlt euch wie Schweine im Dreck, werft mit Gegenständen und haut dann feige ab, weil ihr Angst vor den Konsequenzen habt! Wenn ihr nur wissen würdet, was ihr mit euren Aktionen bewirkt und was passieren kann! Ihr seid so erbärmlich und unnütz, solche Leute wie euch braucht die Gesellschaft nicht, die ist schon genug am Arsch! Tut uns allen einen Gefallen und fangt an eure eingestaubten Gehirne in den Größen von Erdnüssen zu benutzen und macht etwas sinnvolles im Leben!

Ja, ich bin sauer, denn ich kann solche Verhaltensweisen einfach nicht verstehen und meiner Meinung nach gehören solchen Leuten ordentlich die Leviten gelesen und eine Strafe auferlegt, denn wenn sie jedes Mal ungeschoren davon kommen, geht es immer so weiter und wird dabei immer schlimmer, bis es eskaliert...
 
Nur ein Taugenichts oder ein völlig Unfähiger kann behaupten, er habe keine Beschäftigung gefunden.
von Leo Tolstoi
 

Donnerstag, 16. Februar 2012

Beautiful Day

Schöne Tage,
nicht weinen, wenn sie vergangen,
sondern lachen, dass sie gewesen.
von Rabindranath Tagore
 
Quelle
 Erfreue dich auch an den kleinen Dingen des Lebens um es in vollen Zügen zu genießen.

Dieser Tag, er fing so banal an... nein. Eigentlich war es ein banaler Tag, es war nicht viel anders, nur eben ein weiterer Tag in meinem Leben, doch all die kleinen Dinge, die aufeinander folgten und mir ein Lächeln auf mein Gesicht zauberten verbanden sich am Ende zu einem homogenen Ganzen und bildeten einen wunderbaren und wunderschönen Lebensabschnitt. Ich denke kaum einer würde mich gerade verstehen, doch ich fange jedesmal auf's Neue an blöd zu grinsen und zu lachen, wenn ich nur an den schönsten Teil des Tages denke. Ich bin sicher, für viele sah ich aus, wie eine Verrückte, doch ich konnte nicht anders als mich so zu benehmen. Nun habe ich endlich die Bestätigung gefunden, dass ich es kann, dass ich nicht unfähig bin. Ich habe ihm gezeigt, was ich kann und er lobte mich. Stolz durchströmte mich, denn vorher war ich unsicher und naiv, glaubte, dass ich es nie können würde, doch ich habe mich angestrengt, es verstanden und ihm gezeigt, dass ich nicht dumm bin - ich habe es aber vor allem mir selbst gezeigt, dass ich mir nicht Unmengen an Arbeit aufhalsen muss, sondern, dass ich das Wichtigste nur richtig machen und lernen muss und dann kann ich es, dann klappt es.
Lauter kleine aneinandergereihnte Banalitäten machten diesen Tag zu einem der schönsten, die ich seit langem hatte, vielleicht sogar zu dem schönsten Tag seit fast einem Jahr. Ich musste nicht an meine innere Aufgewühltheit denken, an meine Situation oder an andere Personen, über die ich mir täglich den Kopf zerbreche.
Nein, 10 Punkte in Mathematik sind nicht überdurchschnittlich, entfallende Schulstunden normal, mit einer Freundin Portal 2 zu spielen nichts ungewöhnliches und einen Opel zu fahren gar alltäglich, doch mich machten diese Dinge heute sehr glücklich und mein Lachen war seit langem wieder ein ehrliches Lachen und meine Freunde nicht aufgesetzt, meine Mimik keine Maske...

Glück und Unglück nehmen den Menschen die Maske ab.
aus Indien

Samstag, 28. Januar 2012

Incapable to look at it without releasing tears

Es ist schwerer, eine Träne zu stillen,
als tausend zu vergiessen.
unbekannt
 
Quelle
 Tränen tragen nach außen, was man versucht zu verstecken.

Ich kann mir nicht helfen, doch ich weine immer noch, wenn ich alte Bilder und Videos finde, die mich an die Zeit von vor einem Jahr und darüber hinaus erinneren. Ich bin unfähig die Tränen zurückzuhalten, sie kommen einfach. Und plötzlich sind meine Augen rot und geschwollen, mein Gesicht heiß und feucht. Ich könnte dem Ganzen versuchen ein Ende zu bereiten, indem ich einfach alles lösche, doch das schaffe ich nicht. Es sind Erinnerungen, festgehalten als Dateien, und Erinnerungen kann man nicht einfach löschen. Alles wäre dann unwiderruflich weg und ich könnte nie wieder richtig in alten Zeiten schwelgen. Ich bin ein Mensch, der die Vergangenheit benötigt um weiter in die Zukunft gehen zu können. Ohne Erinnerungen und Dingen, an die ich mich klammern könnte, wäre ich nur eine leere Hülle, die unfähig ist zu leben. 
Auch wenn ich mir alles wieder und wieder ansehe und mir damit quasi selbst Schmerzen zufüge, so beruhigt es auch gleichzeitig mein inneres Bedürfnis die momentane Situation kurz zu vergessen und über Vergangenes zu lächeln. So bin ich nun mal, und so werde ich bleiben. Und vielleicht kommt einmal der Tag, an dem ich keine Träne mehr vergieße und nur noch ein kleines Lächeln meine Lippen zieren wird.

Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung.
Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
von Voltaire

Donnerstag, 26. Januar 2012

And what's now?

Friede ernährt - Unfriede verzehrt.
alte Bauernweisheit
 
Quelle
  Things will never be the same again, so you mustn't think about it!
 
Es ist... merkwürdig. Plötzlich ist es, als ob kaum was gewesen wäre, nur durch die Zusammenarbeit, die wir leisten mussten. War es wirklich durch diese Arbeit? Oder sind aller Hass, alle Wut, alle Trauer und alle Gedanken daran wie in eine Ecke gekehrt? Nein, so einfach vergeht sowas nicht. Aber irgendwann ist man es Leid diese Gefühle aufrecht zu erhalten - es ist zu anstrengend und zerrt zu sehr an den Kräften und der eigenen Laune. Wir können reden, lachen, an die alten Zeiten denken... und wie geht es jetzt weiter? Ich weiß es nicht. Und was soll ich hoffen? Ich weiß, dass es nicht mehr wie früher werden kann, solch ein gedanke wäre absurd, aber ich darf ihn dennoch haben, das macht einfach meine Persönlichkeit aus - auf Dinge zu hoffen, die nie geschehen werden. Doch ich blicke weiter in die Zukunft und weiß, dass ich irgendwann über alles hinweg sein werde.
 
Durch Stolpern kommt man bisweilen weiter;
man muss nur nicht fallen und liegenbleiben.
von Johann Wolfgang von Goethe
 

Montag, 23. Januar 2012

News #4

Ich habe mich dazu entschieden einen Teil des Blogs in einen seperaten Blog zu verlegen. Ich hab damit bereits angefangen - Montagsmaler #1 ist erfolgreich im neuen Blog angekommen. Ich werde jetzt jeden passenden Werktag Montagsmaler und Photodonnerstag verschieben. In diesem neuen Blog wird alles Künstlerische und kreative sein, während hier meine richtigen Blogposts bleiben werden.
War eine persönliche Entscheidung und ich finde es viel besser so.




 

Freitag, 16. Dezember 2011

How does it go on now?

Auf dem Weg durchs Leben
kann man den Wind nicht immer im Rücken haben.
Sprichwort aus Irland
 
Source
 Wenn man wüsste, wie die Zukunft aussähe, würde man versuchen sie zu ändern.
 
Und wie geht es nun weiter? Was wird als nächstes passieren? Wird es gut enden; schlecht? Werde ich meinen Wunsch erfüllt bekommen oder muss ich ausharren und eine weitere Seifenblase platzen lassen? Ich will, dass sich das nun entgültig klärt! Kann ich umziehen, alleine leben und in meiner Traumstadt zur Uni gehen oder muss ich hier ausharren, bis mein Studium beendet ist? Immer kommt etwas dazwischen und nun ist es das Geld. Immer ist es das Geld. Geld, Geld, Geld... Warum sind wir Menschen nur so sehr davon abhängig? Um's liebe Geld, dreht sich die Welt? Wortwörtlich, so kommt's mir manchmal vor... 
Es soll sich endlich klären, wie meine Zukunft weiter geht. Ich will Gewissheit und mich darauf vorbereiten und mich vielleicht sogar freuen. Bleibt mein Leben wie es ist und ich bleibe hier, werde ich meinen einsamen Trott weiterhin ertragen müssen, bis ich einen festen Job habe, doch das dauert noch Jahre. Warten... immer soll ich warten. Ich werde immer zurückgestellt. Ich warte mein Leben lang, irgendwann reicht es doch einmal! Ich will Klarheit!

Glaube mir,
dass eine Stunde der Begeisterung mehr gibt als ein Jahr
gleichmäßig und einförmig dahinziehenden Lebens.
von Christian Morgenstern

Montag, 12. Dezember 2011

Why do you confuse me this much?!

Confusion is a word we have invented for an order which is not understood.
Henry Miller

Source

I'm getting confused easily but the worst is you didn't do it on purpose!

 
Warum hast du mich angesprochen heute? Warum? Es war nur eine einfach Frage, und ein bisschen mehr. Doch du hast mich mit meinem Spitznamen angesprochen, wie du es früher getan hast, wie es heute noch alle meine Freunde tun. Deine Stimme ist mir weiterhin so vertraut, doch verunsichert sie mich immer, wenn du mit mir redest, auch wenn das nicht viel ist und dann auch meist mit einem brummigen Unterton. Aber was war heute? Auf diese Weise hast du mich lange nicht mehr angesprochen. Es klang so normal und gut. Das hat mich verwirrt und mein Herz schlug schneller, aber nicht aus Freude oder Glück, nein, aus Aufregung, was geschehen würde. Die Freundschaft ist lange vorbei, doch das Ende zehrt nach wie vor an mir. Alles was ich tue, alles was ich sehe und alle Dinge um mich herum erinnern mich irgendwie an die Zeit als es zwischen uns noch gut war. Nicht mal in mein Auto kann ich sitzen ohne an die alten Zeiten zu denken. Verfi**t nochmal alles verbindet mein Gehirn irgendwie mit unserer Freundschaft! Doch zwischen uns kann es keine Freundschaft mehr geben, auch wenn ich es noch so sehr will, und ich bezweifle, dass du das willst. Wahrscheinlich warst du einfach nur gut drauf oder der Unfall heute einer gemeinsamen Freundin, die ich zu sich nach Hause gebracht habe, schwirrte dir noch durch den Hinterkopf. Verdammt, ich weiß es nicht und irgendwie will ich es auch nicht wissen, ich will nur, dass alles Alte aus meinen Kopf raus geht, ich endlich vergessen kann und du mir nicht mehr in meinem Kopf rumgeisterst! Denn wenn keine Versöhnung mehr möglich ist, will ich wenigstens endgültig loslassen können und nicht nur so tun, als hätte ich das bereits. Denn ich habe es noch nicht und ich könnte mich dafür schlagen. Ich quäle mich nur selbst damit, doch mein Geist macht einfach was er will und zerrt mich so in die Hölle. Stop the shit!

To live is to suffer, to survive is to find some meaning in the suffering.
Friedrich Nietzsche